Die Abfahrt in Minden markierte den echten Beginn unseres Abenteuers. Vor uns lagen Flüsse und Kanäle, die uns langsam, aber stetig Richtung Rhein tragen sollten. Kilometer für Kilometer entfernten wir uns vom Vertrauten, begleitet vom leisen Brummen des Motors und dem Gefühl, dass nun alles möglich war.
Die Fahrt über Wasser hatte ihren ganz eigenen Rhythmus. Schleusen bestimmten den Takt, ruhige Abschnitte wechselten sich mit Momenten voller Aufmerksamkeit ab. Zeit spielte plötzlich keine große Rolle mehr – entscheidend war nur der nächste Abschnitt, die nächste Biegung, das nächste Ziel.
Ein wichtiger Zwischenstopp wartete in Mondorf auf uns: die Lux-Werft in Mondorf am Rhein. Hier wurde unser Schiff aus dem Wasser genommen und bekam die Aufmerksamkeit, die es sich nach den vergangenen Meilen mehr als verdient hatte. An Land wurde gewaschen, gestrichen und gründlich aufgehübscht – mit viel Einsatz und Know-how von Linda & Andreas Schweiger, Renate Schweiger und Harald Buchner.
Doch es blieb nicht bei der Optik. Die Lux-Werft hat wieder einmal großartige Arbeit geleistet: Der Propeller wurde gewechselt, der Schottel überholt und zahlreiche weitere Arbeiten erledigt, die man nicht immer sieht, aber später umso mehr spürt. Es ist ein beruhigendes Gefühl zu wissen, dass Technik und Handwerk an dieser Stelle einfach passen.
Nach diesen Tagen in Mondorf war klar: Das Schiff war bereit für die nächsten Etappen – und wir auch. Frisch gemacht, technisch fit und mit neuem Vertrauen ging es zurück ins Wasser, auf den Rhein und der Donau entgegen und weiter hinein ins Abenteuer.


